29-05-2010 - Kommentar
Saisonbilanz
Hier noch die Saisonbilanz der Redaktion. Servette hat eine super Rückrunde gespielt. Mit 37 Punkten sind sie das beste Team vor Winterthur (32 Punkte) und Thun (30 Punkte). Auch in der Tordifferenz sind sie mit +14 vorne dabei gegenüber Winterthur (+16) und Thun (+15). Die Defensive liess nur 13 Tore zu und ist somit besser als Wil und Biel, die 17 Tore kassiert haben und Lugano, das 18 Tore hinnehmen musste. Dazu gibt es zu sagen, dass Servette in Locarno gerade 3 Tore kassiert hat, nachdem sie ab der 10. Minute in Unterzahl agierten. Das war dann auch das einzige Mal, das Servette mehr als ein Tor kassiert hat.
Die Grenats haben gegen die Teams von den vorderen Tabellenplätzen alle zu Hause gespielt. Die Spieler von Alves waren auswärts meistens weniger überzeugend als in der Praille. Möglich, dass diese Rückrunde mit einem anderen Spielplan anders ausgesehen hätte...
Hätte Servette alle Spiele in der Rückrunde gewonnen, dann hätten sie genau gleich viele Punkte gehabt wie der Barragiste Lugano. Allerdings hätte es zur Barrage trotzdem nicht gerreicht, denn das Torverhältnis von Lugano war mit +36 doch um einiges besser als das von Servette mit +12.
Auf dem Platz hat Alves einiges geändert. So standen regelmässig Nzay neben Kusunga, Rüfli als linker Aussenverteidiger, Kouassi im Mittelfeld und Eudis als einzige Sturmspitze (anstelle von Tozé) in der Startformation. Der Portugiese hatte als recht, sein Vertrauen den Jungen zu schenken. Mit ungefähr dem selben Team wie Niederhauser une Castella, konnte Alves das Potenzial richtig ausschöpfen. Mit Ausnahme von Kouassi und De Azevedo handelt es sich praktisch um das selbe Team, wurden Esteban, Bastos und Moubadjé nur selten eingesetzt.
Neben dem Platz gelang dem Klub mit drei "Special Events" an den drei letzten Heimspielen mit einem Zuschauerschnitt von 5'500 ein grosser Erfolg. Das ist umso beachtenswerter, als dass es um nichts mehr ging. Übrigens liegt Servette mit einem Zuschauerschnitt von 3'584 ganz klar an der Spitze der Challenge League. Dieser Durchschnitt ist sogar höher als der von Bellinzona, Super League Verein. Hoffen wir, dass diese Unterstützung auch nächste Saison so weitergeht.
In diesem Zusammenhang möchten wir den Klub loben für seine Abokampagne. Er bevorzugt die Fans, die bereits jetzt zu den Abonnenten gehört haben und bedankt sich so für die Treue auch in schwierigen Momenten.
Was die Kommunikation betrifft, da hat Servette einen weiteren Schritt nach vorne getan. Nach dem Livescore wurde in diesem Frühling auch das S-Radio lanciert.
Weniger erfreulich sind die Abgänge von Tréand und Kusunga. Talentierte Spieler zu verlieren, das ist nie erfreulich. Es wird übrigens schwierig sein, sie durch regionale Spieler mit demselben Können ersetzen zu können. Die letzten Transferts des Klubs lassen aber hoffen, dass das Richtige gemacht wird...
Weiter sollte der Klub aufpassen, was er an Pressekonferenzen für Deklarationen macht. Die Presse stürzt sich nur so darauf. Dies war der Fall, als Ehsan Pishyar Servette mit Manchester United verglich und sagte: "Servette wir das Manchester der Schweiz...".
Übrigens warten wir noch immer auf die Pressekonferenz, an der ein gewisser Mister McDonald vorgestellt werden sollte. Immerhin gehört er zur Klubleitung...
Weiter ist auch der Job des sportlichen Direktors noch immer offen.
Diese Rückrunde hat definiv gezeigt, dass dieses Team Potential hat, aufzusteigen. Es bleibt zu hoffen, dass das Team durch Abgänge nicht geschwächt wird und dass die Zuzüge wirkliche Verstärkungen sind, damit mit den grossen Teams Aarau, Lugano, Vaduz und Winterthur mitgehalten werden kann. Andrea |