25-07-2010 - Vorschau
Vaduz-Servette : Präsentation
Die Mannschaft von Alves muss für das erste Meisterschaftsspiel die ganze Schweiz durchqueren und trifft im Auswärtsspiel auf den Aufstiegsanwärter Vaduz. Wie fast immer in jedem Sommer gibt’s beim FC Vaduz viele Änderungen im Kader welches oft Schwierigkeiten mit der Integration der neuen Spieler mit sich führt. Seit 2004 (ausser die Superleague Saison) durfte Vaduz jedes Startspiel zuhause austragen welche sie allesamt gewannen. Bereits 2006 musste Servette für das erste Spiel nach Vaduz reisen und sie unterlagen dort in einem verrückten Spiel 4:2. Die Grenats lagen in diesem Spiel 2:0 zurück bis jedoch Esteban und Chedly die Ausgleichstreffer erzielen konnten. Jedoch setzten sich die Liechtensteiner am Schluss mit 4:2 durch. In der Superleauge-Saison 2006 konnten sich die Vaduz im Startspiel auswärts gegen den FC Luzern mit 2:1 durchsetzten. Sie konnten also seit 6 Jahren immer ihr erstes Spiel gewinnen.
Es ist schwierig die stärke des Kaders um Trainer Eric Alexandre Orie einzuschätzen. Der 42-Jahre alte Holländer stoss am Ende der letzten Saison zum FC Vaduz. Vorher trainierte er neun Jahre lang den FC Lustenau, welcher in dieser Zeit immer in der zweiten oder dritten Liga Österreichs spielte. Der Holländer hat grosse Erfahrungen in der benachbarten Meisterschaft gesammelt und holte auch vier Spieler aus Österreich: Sara ist ein Mittelfeldspieler welcher bereits Luft in der höchsten Liga Österreichs schnuppern durfte, er spielte aber fast ausschliesslich in der zweiten Liga. Ritter ist ein Verteidiger welcher bereits in der Schweizer NLB sowie der dritten Liga Österreichs spielte. Da Cunha genannt Sabia ist ein Stürmer und hat bereits in der Österreichischen zweiten Liga gespielt, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. Letzte Saison explodierte er aber förmlich in der dritten Liga der Österreicher. Sturn ist ein erfahrener Mittelfeldspieler und holte viele Erfahrung in der höchsten Liga Österreichs. Er ist auf dem Papier wohl der stärkste der genannten vier Neuzugänge.
Unter den anderen Zugängen stechen vor allem jener vom Verteidiger Denicola (ist von Lugano gekommen) sowie der Torjäger Merenda (von St.Gallen) hervor. Merenda spielte in der Challenge League bereits für St. Gallen, Xamax, Baden und Vaduz. er erwies sich immer als sehr Torgefährlich in der Challenge League. Die weiteren Zugängen scheinen weniger Interessant. Da gibt es zum Beispiel den Stürmer Fischer, der von Chiasso zurück kommt, ohne dass er sich dort gross in Szene setzen konnte oder den Mittelfeldspieler Ciccone sowie den Verteidiger Oehri (beide von St. Gallen) die nur zu wenig Spielpraxis kamen in den vergangenen Saisons. Zu erwähnen gibt es vielleicht noch dem brasilianischen Mittelfeldspieler Monteiro welcher bereits mit dem Trainer in Lustenau gespielt hatte.
Vaduz verlor jedoch in der Sommerpause mit Proschwitz seinen besten Torschützen. Er war ja bekanntlich letzte Saison Torschützenkönig der Challenge League.
Die Vorbereitungsspiele geben auch wenig Ausschluss bezüglich der stärke vom heutigen Gegner. In der Tat konnten sie sich leicht gegen unterklassige Gegner wie Brühl oder Eschen/Mauren durchsetzten, verloren aber ihre Spiele gegen Bellinzona und Stuttgart II. Ein Vorteil für die Vaduzer könnte sein, dass sie bereits zwei offizielle Spiele bestreiten durften anlässlich der zweiten Runde der Europa League Qualifikation. Dort verloren sie aber gegen Brondby das Hinspiel mit 3:0 erreichten aber letzten Donnerstag ein 0:0 im Rückspiel. Dieser Vorteil könnte aber auch ein Nachteil sein, denn Denicola verletzte sich und ist gegen Servette fraglich, zudem hatten sie zwischen den Spielen nur 72 Stunden Pause. Es ist also an den Genfern aus diesem Umstand einen Profit zu schlagen.
Bei Servette ist noch nicht jeder Spieler anwesend. Der junge Sana bestreitet noch die U-19 Europameisterschaft und sollte am Ende dieses Monats zu Servette stossen. Eudis kommt gerade von einer Verletzung und hat seine Form noch nicht bei 100 %. Das gleiche gilt für Kouassi, der noch nicht Einsatzfähig ist. Routis ist ebenfalls abwesend aufgrund seiner Verstauchung im Spiel gegen Cannes und Pont ist an einem Finger verletzt. Die Vorbereitungsspiele, insbesondere gegen Nyon und etwas weniger das Spiel gegen Carouge, zeigten das die Genfer trotz den vielen bedauernswerten Abgängen immer noch ein gewisses Potential behalten konnte. Erfreulich ist vor allem die Offensive, die trotz der noch vorhandenen Baustellen durchaus in den Vorbereitungsspielen überzeugen konnte.
floeru |